Ist ein Elektro-Transporter das Richtige für Ihr Unternehmen?

Ist ein Elektro-Transporter das Richtige für Ihr Unternehmen?

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Der Markt für leichte Nutzfahrzeuge ist im Wandel. Während die meisten Nutzfahrzeuge derzeit mit Diesel angetrieben werden, suchen Hersteller nach neuen Lösungen für Fahrzeuge, die mit alternativen Kraftstoffen laufen. Die vielleicht faszinierendste aktuell verfügbare Option für Flottenbetreiber und Geschäftsinhaber stellt der Elektro-Transporter dar.

Wenn Sie einen Transporter für Ihr Unternehmen benötigen oder eine Modernisierung Ihrer bestehenden Fahrzeugflotte in Betracht ziehen, sind die laufenden Kosten ein wichtiger Faktor bei der Entscheidungsfindung. Da es schwierig sein kann, Unternehmen vollständig von Diesel-Fahrzeugen abzubringen, stellen Plug-in-Transporter für viele Unternehmen und insbesondere für diejenigen, die in städtischen Gebieten tätig sind, oftmals jedoch eine zukunftsfähige Lösung dar.

 

Warum in eine Elektro-Aufrüstung investieren?

Elektrofahrzeuge können jedem Unternehmen erhebliche Vorteile bringen. Am wichtigsten sind vielleicht die niedrigen laufenden Kosten. Der von diesen Fahrzeugen verbrauchte Strom ist deutlich günstiger als der Diesel-Kraftstoff. Auch sollte die Wartung eines Elektro-Transporters zumindest in der Theorie niedrigere Kosten verursachen, da weniger Teile pro Jahr geprüft, gewartet und ausgetauscht werden müssen.

Elektrofahrzeuge haben keine Abgasemissionen, was dazu beitragen wird, die von der EU für 2020 gesetzten Emissionsziele für neue Lieferwagen zu erreichen. Weitere Vorteile ergeben sich aus dem Kauf eines Elektrofahrzeugs in Deutschland. Elektrofahrzeuge sind ab dem Zeitpunkt ihrer Erstzulassung für die Dauer von zehn Jahren von der jährlichen Kraftfahrzeugsteuer befreit. Darüber hinaus gewährte die Regierung ab Juli 2016 einen Umweltbonus von 4.000 € für reine Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge und 3.000 € für Plug-in-Hybrid- und Range-Extended-Elektrofahrzeuge. Ein weiterer Effekt von Investitionen in Elektrofahrzeuge ist die positive Öffentlichkeit, die mit einer sauberen und grünen Organisation einhergeht.

 

In Großbritannien gibt es auch einige weitere finanzielle Vergünstigungen für diese Fahrzeuge. Niedrige Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung und die damit verbundene niedrigere Dienstwagensteuer für Arbeitnehmer sind wertvolle Faktoren. Ebenso vorteilhaft ist die zulässige Verrechnung der gesamten Anschaffungskosten mit dem steuerpflichtigen Gewinn im ersten Jahr. Außerdem kann sich eine Investition in Elektrofahrzeuge positiv auf Ihr Image auswirken, da Sie dadurch als sauberes und umweltfreundliches Unternehmen wahrgenommen werden.

 

 

Welche Hersteller stellen die elektrische Alternative her?

Insbesondere Nissan und Renault haben auf dem Markt für Elektro-Transporter einen guten Ruf. Während die beiden derzeit angebotenen führenden Elektrofahrzeuge der Nissan e-NV200 und der Renault Kangoo Z.E. sind, sehen sich diese Hersteller einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt.

Der Peugeot Partner Electric kombiniert wie auch sein Cousin der Citroën Berlingo Electric einen vielseitigen Innenraum mit einem elektrischen Antrieb, um die laufenden Kosten zu senken und den CO2-Ausstoß Ihres Unternehmens zu reduzieren. Darüber hinaus hat der Iveco Daily Electric in letzter Zeit verschiedene Verbesserungen erfahren, die ihn zu einer tragfähigeren Lösung für städtische Lieferunternehmen machen.

Auch ein neuer vollelektrischer e-Crafter von Volkswagen ist in der Entwicklung, der bereits von einer Handvoll Großkunden in Deutschland, Großbritannien, Schweden und den Niederlanden getestet wird. Mercedes-Benz steigert die Produktion von Elektro-Transportern mit dem Ziel, den eVito in der zweiten Jahreshälfte 2018 und eine elektrische Version des Sprinters im Jahr 2019 auf den Markt zu bringen.

Opel hat ebenfalls bestätigt, dass es in den kommenden Jahren Elektrofahrzeuge herstellen wird. Ford wiederum hat eine Partnerschaft mit der Deutschen Post ins Leben gerufen, um die Transit-Karosserie in einen maßgeschneiderten elektrischen Transporter für die Deutsche Post und DHL zu integrieren, den Streetscooter Work XL. Auch wenn dieses Projekt in Großbritannien noch nicht umgesetzt wird, wäre es nicht verwunderlich, wenn sich diese Situation in naher Zukunft ändern würde.

 

Was muss beachtet werden?

Beim Kauf eines Elektrofahrzeugs ist die Entfernung, die Sie mit einer einzigen Aufladung zurücklegen können, ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidungsfindung. Von den Auswirkungen der kalten Witterung oder der Nutzung der Klimaanlage bis hin zu zusätzlichen Lasten oder Mitfahrern gibt es mehrere Faktoren, die die Reichweite negativ beeinflussen können. Bis 2017 wurde fast jeder in Großbritannien verkaufte Elektro-Transporter mit einer Reichweite von bis zu 170 Kilometern angepriesen. In der Praxis waren es eher 96 bis 128 Kilometer – je nachdem, wie das Fahrzeug gefahren wurde und wie kalt es war. Dabei wird nicht berücksichtigt, ob Sie das Fahrzeug vor Ort laufen lassen müssen oder nicht.

Vor Kurzem wurde der Renault Kangoo jedoch so aufgerüstet, dass er nun eine Reichweite von 273 Kilometern erzielt. Das entspricht in der Praxis etwa 200 Kilometern. Aber die Konkurrenz ist Renault dicht auf den Fersen. So hat Nissan eine Aufrüstung des e-NV200 angekündigt, die eine neue und verbesserte Reichweite von 280 Kilometern ermöglicht. Von Renault durchgeführte Studien haben ergeben, dass die Entfernung, die ein durchschnittlicher Transporter-Fahrer an einem Tag zurücklegt, etwa 112 Kilometer beträgt. Diese Tatsache macht die angegebenen Reichweiten der meisten Elektro-Transporter wesentlich attraktiver. Darüber hinaus verfügen viele elektrische Modelle über beheizte Sitze und die Möglichkeit, den Innenraum vorzuheizen, wenn das Fahrzeug an die Steckdose angeschlossen ist. Solche Leistungsmerkmale tragen dazu bei, die Belastung der Akkus beim Fahren zu reduzieren.

Natürlich ist eine längere Fahrt nur dann sinnvoll, wenn Sie wissen, dass es unterwegs und am Zielort Ladestationen gibt. Ebenso ist es wichtig, die Dauer zu berücksichtigen, die zum Aufladen eines Transporters benötigt wird. Experten sind der Meinung, dass Stadtkurierunternehmen, städtische Behörden, Versorgungsunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen sowie Einzelunternehmen zu den Organisationen gehören, die von einem Wechsel zu Elektrofahrzeugen profitieren würden.

Die Nutzlast und einfache Beladbarkeit sind zwei weitere wichtige Faktoren, die beim Kauf eines neuen Transporters – ob elektrisch oder nicht – berücksichtigt werden müssen. Ein gesteigertes Gewicht wirkt sich bei jedem Transporter negativ auf den Verbrauch aus. Allerdings kann ein Elektro-Transporter genauso große Lasten transportieren wie vergleichbare Diesel-Modelle. Der Nissan e-NV200 beispielsweise hat das gleiche Ladevolumen wie sein herkömmliches Pendant. Tatsächlich hat dieser sogar eine Nutzlast von 770 Kilogramm, was rund 40 Kilogramm mehr sind als bei der Diesel-Ausführung. Ähnlich bietet auch der Renault Kangoo Z.E. eine Nutzlast von 650 Kilogramm, also 20 Kilogramm mehr als der standardmäßige Kangoo-Transporter.

Die Akkus in einem Elektro-Transporter machen einen großen Teil des Fahrzeuggewichts aus. Je größer die benötigte Reichweite, desto höher das Gewicht des Akkus. Um dieses Gewicht zu reduzieren und eine hohe Nutzlast des Fahrzeugs sicherzustellen, ist es wichtig, leichte Einrichtungssysteme und andere leichte Einbauten in das Fahrzeug zu integrieren. Ultrahochfester Stahl reduziert das Gewicht von Regalen erheblich, ohne dabei die Sicherheit oder die Nutzlast des Fahrzeugs zu beeinträchtigen. Bei Elektrofahrzeugen besteht ein erhöhtes Risiko, dass der Akku und das Verkabelungssystem beschädigt werden, wenn bei der Befestigung von Einbauten direkt in den Boden gebohrt wird. Daher sollten beschädigungsfreie Böden, die mithilfe von Klebstoff verlegt werden können, in Betracht gezogen werden, um unnötige Schäden zu vermeiden.

 

Ergänzung für Großbritannien – Das britische Verkehrsministerium hat kürzlich beschlossen, die Gewichtsgrenze für elektrische leichte Nutzfahrzeuge von 3,5 auf 4,25 Tonnen anzuheben. Dies erfolgt nach Rücksprache mit Experten und hilft, das Gewicht des Antriebs in Elektrofahrzeugen zu kompensieren.

 

 

Ist Plug-in-Leistung die Zukunft?

Norwegen ist derzeit weltweit führend in der Nutzung von Elektrofahrzeugen. Dieser Erfolg ist auf eine Reihe von lokalen und nationalen Anreizen zurückzuführen: So fallen beispielsweise beim Kauf eines Elektrofahrzeugs keine Steuern oder Umsatzsteuern an und es stehen kostenlose Parkplätze und Ladestationen zur Verfügung. Auch die norwegische Hauptstadt Oslo hat zum Aufbau einer robusten Infrastruktur an Ladestationen beigetragen.

Automobilhersteller auf der ganzen Welt ändern ihre Einstellung gegenüber Elektrofahrzeugen. Der Erfolg der Klimaverhandlungen in Paris führt weltweit zu einer schrittweisen Verschärfung der CO2-Emissionsgrenzwerte für Kraftfahrzeuge, was unweigerlich einen allmählichen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen nach sich zieht. 

Ebenso hat das rasante Wachstum der Elektrofahrzeugverkäufe in China Auswirkungen. China ist aktuell der größte Markt der Welt und wird von nationalen Herstellern dominiert. Daher scheuen nicht-chinesische Hersteller keine Mühen, um auf diesem expandierenden Markt erfolgreich zu sein und zu verhindern, dass ihre chinesischen Konkurrenten erfolgreich nach Europa exportieren.

Sichere und robuste Fahrzeugeinrichtungen und die Verbesserung der Akkutechnik machen Elektrofahrzeuge für Unternehmen zu einer immer attraktiveren Lösung. Elektrofahrzeuge rücken zunehmend in den Fokus und die Nachfrage steigt stetig. Regierungen und die Automobilindustrie lassen zudem erkennen, dass sie den Übergang zur Elektromobilität unterstützen wollen – das betrifft sowohl Privatpersonen als auch gewerbliche Flottenbetreiber.

Wenden Sie sich für weitere Informationen zu den Produkten und Umbauten von Modul-System für Elektrofahrzeuge an unser Team.

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